Fragmented Identity
Abstraktes Portrait in 3D
Dieses Projekt bewegt sich im Spannungsfeld zwischen realistischer Portraitdarstellung und abstrakter Oberfläche.
Ausgehend von einem menschlichen 3D-Modell bleiben Form und Bewegung bewusst nah am Realen, während Material und Textur die Wahrnehmung verändern und das Portrait in eine abstrakte Bildsprache überführen.
Konzept
Im Zentrum steht nicht die Veränderung der Form, sondern der Wahrnehmung.
Die menschliche Identität bleibt bestehen, wird jedoch durch die Oberfläche gebrochen, verfremdet und neu interpretiert. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Klarheit und Irritation.
Prozess
Das 3D-Modell wurde in Cinema 4D aufgebaut und mit individuell erstellten Rigs animiert, um eine kontrollierte und natürliche Bewegung zu ermöglichen.
Um dem Modell einen menschlicheren Ausdruck zu verleihen, wurde eine Hauttextur von 3D Scan Store verwendet. Ergänzend dazu entstanden weitere Texturen in Photoshop, die gezielt auf den abstrakten Charakter der Animation abgestimmt wurden.
Licht und Szene wurden so entwickelt, dass die Form klar lesbar bleibt und die Materialwirkung im Fokus steht.
Der finale Feinschliff – insbesondere Timing und Wirkung – wurde in After Effects umgesetzt.
Material & Textur
Material und Oberfläche bilden den zentralen gestalterischen Kern des Projekts.
Ausgangspunkt ist eine realistische Hauttextur, die bewusst als vertrauter Referenzpunkt dient. Diese wird durch zusätzliche, verfremdete Materialien überlagert und erweitert.
Dabei kamen unterschiedliche Texturen zum Einsatz, darunter irisierende Oberflächen sowie individuell in Photoshop erstellte, malerische Strukturen. Durch die Kombination und Überlagerung dieser Elemente entsteht ein vielschichtiges Materialbild.
Ein besonderes Element bilden die Augen, die bewusst in einer diamantartigen Materialität gestaltet sind. Sie brechen die menschliche Erwartungshaltung und verstärken die Irritation innerhalb der ansonsten vertrauten Form.
Die Oberfläche wirkt dadurch gleichzeitig organisch und künstlich, vertraut und fremd. Es entsteht ein bewusster Bruch zwischen Erwartung und Wahrnehmung.
Die Materialität übernimmt dabei die Rolle der Transformation: Sie verändert nicht die Form, sondern die Art, wie das Portrait gelesen wird.
Bewegung
Die Bewegung orientiert sich bewusst an natürlichen, menschlichen Abläufen.
Sie dient als stabiler Bezugspunkt und verstärkt den Kontrast zur verfremdeten Oberfläche.
Erweiterung durch KI
Ausgehend vom bestehenden 3D-Modell wurde der Prozess durch KI-gestützte Bildgenerierung erweitert.
Besonderer Fokus lag auf der Wahrung der Charakterkonsistenz, sodass die visuelle Identität trotz stilistischer Variation erhalten bleibt.
Durch gezieltes Prompting sowie vorbereitende Anpassungen in Photoshop konnte die Bildgenerierung kontrolliert gesteuert und auf die gewünschte Ästhetik abgestimmt werden.
Die KI-generierten Ergebnisse dienen dabei nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung des ursprünglichen Designs und eröffnen zusätzliche visuelle Interpretationen von Materialität und Oberfläche.
Variationen und Explorationen der Materialität und Oberfläche
Tools: Cinema 4D, After Effects, Photoshop
Ergänzend (KI): Weavy, ChatGPT
Ergänzend (KI): Weavy, ChatGPT